Der britische Geiger Daniel Hope wird Künstl. Leiter an Dresdens Frauenkirche

von F. Holert

Gestern ist der Geiger Daniel Hope einmal nicht als ausübender Musiker nach Dresden gekommen – aber dennoch ganz im Dienst der Musik. Der 1973 in Südafrika geborene und vor allem in Großbritannien aufgewachsene Künstler übernimmt ab sofort die neu geschaffene Position des Künstlerischen Leiters der Frauenkirche und wird somit für das musikalische Programm des Hauses zuständig sein. Bisher war dafür Ralf Ruhnau als Konzertreferent verantwortlich gewesen, der sich beruflich neu orientieren will. Hope würdigte ihn ausdrücklich: „Ralf Ruhnau hat eine fantastische Arbeit geleistet.“ Auch die Geschäftsführung der Stiftung Frauenkirche zeigte sich dankbar und wies darauf hin, dass durch ihn das Konzertleben zu einem echten Markenzeichen des Hauses geworden sei.

Seit 2011 zählt auch der Geiger Daniel Hope zum Reigen der regelmäßig hier gastierenden Künstler. Bereits vier Konzerte hat er in der Frauenkirche absolviert und war jedes Mal von diesem besonderen Ort fasziniert. „Für mich sind es wirklich magische Erlebnisse, die ich da hatte. Vom ersten Mal an merkte ich, dass dies eine ganz andere Welt ist.“ Diese Faszination – Magie des besonderen Ortes – wirkt offenbar nach wie vor, denn auch am Freitag habe er erst einmal staunend die Luft anhalten müssen, als er vor diesem Gebäude stand. „Hier werde ich ab 2019 zuständig sein, musikalisch sozusagen meine eigene Reihe zu kreieren. Dieses Amt darf ich jetzt fünf Jahre ausüben, was für mich eine besondere Freude ist, weil es mir nicht nur darum geht, große Namen herzuholen, sondern ein thematisches Gefühl für den Ort und für die Musik zu entwickeln, dass man sagt, neben diesen wunderbaren Konzerten in Semperoper, Philharmonie und Musikfestspielen gehen wir in die Frauenkirche, weil wir dort auch etwas Einzigartiges erleben möchten.“ Zunächst einmal wolle Hope „ein Gefühl für die Stadt“ bekommen, deren Traditionen er natürlich kenne und auch künftig pflegen möchte. Doch man müsse auch neue Wege gehen, vor allem, um junges Publikum zu erreichen. Auch diesbezüglich solle sich die Frauenkirche positionieren, erklärte der weltweit gefeierte Geiger, der neben seiner solistischen Tätigkeit bereits die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern als Künstlerischer Leiter verantwortet hatte.

Dem Angebot der Stiftung Frauenkirche, diese Position anzutreten, habe er aus verschiedenen Gründen zugesagt: „Ich komme als Musiker und will die künstlerische Energie dieser Stadt bündeln.“ Die Frauenkirche als Symbol sei „so mächtig und gigantisch“, sie stehe gleichermaßen als Verbindung zur Vergangenheit und als gegenwärtige Mahnung. Das Haus habe für ihn bereits im Kindesalter eine Rolle gespielt: „Ich bin ja auf der englischen Seite der Geschichte großgeworden, also mit Coventry. Später wurde die Frauenkirche ein Thema in unserer Familie. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich eine Chance habe, dabei zu helfen, diese mit Zerstörung, Tod und Leid, aber eben auch mit Vergebung und Besinnung verbundene Botschaft in Deutschland sowie auch international noch weiter zu transportieren.“ Insbesondere sein Mentor Yehudi Menuhin habe mit einer ganzen Reihe von Benefizkonzerten weltweit die Aufmerksamkeit auf den Wiederaufbau des Hauses fokussiert. „Das war seine große Kunst, wenn Menuhin an was geglaubt hat, dann konnte er die Leute überzeugen.“Ähnlich inspirierend wirkt aber auch der seit vorigem Jahr mit seiner Familie in Berlin lebende Daniel Hope, der vor wenigen Tagen für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden ist. Zwar sei der Anspruch, das musikalische Erscheinungsbild der Frauenkirche bereits ab 2019 zu prägen, angesichts langer Vorplanungsfristen „durchaus sportlich“, doch wisse er mit dem Kantor Matthias Grüner und einem höchst motivierten Team nur gute Leute an seiner Seite. Zudem werde sein Management eine musikalisch profunde Mitarbeiterin extra für die Dresdner Belange zur Verfügung stellen. Bereits jetzt hätten befreundete Künstler Interesse bekundet, für Daniel Hope nach Dresden zu kommen.

Die intensive Programmplanung beginne quasi sofort, verriet Hope in Dresden. „Es geht mir nicht darum, noch eine neue Konzertserie zu etablieren. Meine Projekte haben oft einen geschichtlichen Hintergrund.“ Mit diesem Herangehen ist der Geiger gewiss am passenden Ort. Gut möglich, dass schon bald ein größeres Interesse am 1656 in Dresden geborenen Violinisten und Komponisten Johann Paul Westhoff geweckt wird, dem sich Hope offenbar mächtig verschrieben hat. Im Gespräch mit Daniel Hope wird klar, dass er stets – ob nun ausübend oder nicht – im Dienst der Musik steht. Und ehrlich von seiner neuen Aufgabe sowie dem Wirkungsort beeindruckt ist: „Es ist keine Kirche, es ist kein Konzertsaal, sondern einzigartig, unvergleichlich. Es ist eine große Herausforderung, mit dieser Geschichte klarzukommen.“ Tipp: Die Dokumentation „Daniel Hope – Der Klang des Lebens“ läuft am 15. Oktober, 11.30 Uhr im Dresdner Programmkino Ost. Am 11. November musiziert Daniel Hope gemeinsam mit dem Barockorchester l’arte del mondo in der Frauenkirche (20 Uhr).MICHAEL ERNST

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