Dresdner Eislöwen gewinnen in Garmisch 5:4

von F. Holert

Nach der ärgerlichen Heim-Niederlage gegen Meister Frankfurt haben sich die Dresdner Eislöwen am Sonntag drei wichtige Punkte gekrallt. Das Team von Trainer Franz Steer setzte sich beim Tabellenzweiten SC Riessersee knapp mit 5:4 (2:2, 2:2, 1:0) durch. Zwar bleiben die Elbestädter auf dem neunten Platz, aber weil die Lausitzer Füchse das Derby in Crimmitschau mit 3:1 gewannen und Ravensburg in Frankfurt unterlag, konnten die Blau-Weißen den Abstand nach vorn verkürzen. Ein „Big Win“ sei das gewesen, freute sich Franz Steer über einen großen Sieg in Garmisch. Angesichts des Spielverlaufes und der kämpferischen Qualitäten seines Teams konnte der Eislöwen-Coach durchaus stolz sein. Viermal gerieten die Elbestädter in Rückstand, viermal glichen sie aus und eine Minute vor Schluss sorgte Goldhelm Alexander Höller mit der erstmaligen Führung für die Eislöwen zugleich für den Sieg. „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir waren aber sehr gut eingestellt und Henning Schroth hat uns mit ein paar Glanzparaden gerettet“, erklärte Steer nach nervenaufreibenden sechzig Minuten.

Für den angeschlagenen Marco Eisenhut stand diesmal von Beginn an Henning Schroth im Gehäuse. „Auch wenn Marco nicht verletzt wäre, hätten wir das so gemacht, denn er braucht jetzt einfach einmal eine kleine Auszeit“, stellte der Eislöwen-Trainer klar. Der Start in die Partie lief auch diesmal nicht gerade nach dem Geschmack der Gäste. Vor 2435 Zuschauern brachte Stephan Wilhelm die Hausherren in der 5. Minute in Führung. Aber die Blau-Weißen zeigten nur zwei Minuten darauf, dass sie sich davon gar nicht beeindrucken lassen. Tadas Kumeliauskas sorgte mit seinem zehnten Saisontreffer für den 1:1-Ausgleich (7.). Das Szenario wiederholte sich kurz darauf erneut: Andreas Driendl markiert die 2:1-Führung (8.) für Riessersee, aber als SCR-Verteidiger Felix Thomas vorm eigenen Gehäuse die Scheibe an Martin Davidek verliert, fackelt der nicht lange und netzt zum 2:2 (9.) ein. Das Scheibenschießen setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Wieder legten die Gastgeber vor. Als Thomas Pielmeier die erste Strafe im Spiel kassierte, brachte Jakob Mayenschein die Werdenfelser erneut mit 3:2 (23.) in Führung. Die Antwort der Eislöwen ließ auch diesmal nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später besorgte Marius Garten das 3:3, wobei SCR-Keeper Matthias Nemec nicht unbedingt glücklich aussah. In einem weiteren Überzahlspiel der Gastgeber traf Andreas Driendl zum 4:3 (31.). Lubor Dibelka hatte dann sogar das 5:3 auf dem Schläger, scheiterte aber an Henning Schroth. Kurz darauf setzte sich Martin Davidek im Powerplay glänzend in Szene und hielt mit dem 4:4 (34.) sein Team im Spiel. Nick Huard (36.) und René Kramer (40.) verpassten noch vor der Pause knapp die Führung für die Eislöwen. Im Schlussdrittel boten die Steer-Schützlinge eine starke Leistung, ließen Riessersee kaum zur Entfaltung kommen und hatten auch das Glück des Tüchtigen, als Höller eine Minute vor Schluss in Überzahl das „goldene Tor“ markierte. „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Im letzten Drittel haben alle überragend gekämpft“, erklärte Henning Schroth. Steven Rupprich ergänzte: „Es war ein schweres Stück Arbeit, aber wir hatten immer eine Antwort parat.“Astrid Hofmann

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