Am Alberthafen liegt Dresdens sauberste Baustelle

von F. Holert

Es ist die wahrscheinlich sauberste Baustelle von Dresden: Unter einer luftdicht verklebten Plane sanieren Arbeiter derzeit etwa die Hälfte der Stahlfachwerkbrücke am Alberthafen. Die weiße Verhüllung lässt nichts von den schwierigen Arbeitsbedingungen darunter nach außen dringen. Arbeiter haben dort bis zum Dienstag unter Atemschutz alte Farbreste und Rost von den Stahlteilen gestrahlt. Dabei prasselte das Strahlmittel, eine Glasschlacke, die wenig Staub entwickelt, mit 120 Stundenkilometern auf Stahlstreben, Niete und Fugen. Grund für den Aufwand: Im alten Farbanstrich befindet sich Bleimennige, vom dem nach heutiger Einschätzung eine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Nichts davon darf in die Landschaft oder gar in die Elbe gelangen. Abgestrahltes Material wird entsprechend aufgesaugt und als Sondermülle entsorgt.

So ändern sich die Zeiten. „Ich kenne ein Bild aus den 1970er Jahren, da ist das Blaue Wunder und ein Schild zu sehen ,Achtung Strahlarbeiten’ und darunter der Hinweis doch bitte auf die Augen zu achten“, sagt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. Der Verweis auf das Blaue Wunder ist dabei sehr treffend. Wie die Brücke am Alberthafen wurde die Loschwitzer Elbquerung von Claus Koepcke konstruiert und 1893 eröffnet – vor 126 Jahren. Die Arbeiten, die derzeit am Alberthafen stattfinden, sind für das Blaue Wunder ab dem Sommer 2020 geplant. „Mit dieser Rekonstruktion hier können wir für das Blaue Wunder lernen“, sagt Amtsleiter Koettnitz daher.

Doch zurück zum Alberthafen und der dortigen, 2,5 Millionen Euro teuren Brückensanierung. Dort stehen nun die Arbeiten an den Stahlstreben an. Dabei ist die Verhüllung durchaus von Vorteil, müssen diese Arbeiten doch bei Plusgraden erledigt werden, damit später die Spannungen im Stahlfachwerk bei Hitzeausdehnungen nicht zu groß werden. „Die Baustelle dort lässt sich auch etwas heizen“, sagt Amtsleiter Koettnitz. Einige der Streben der noch nie von grundauf sanierten Stahlfachwerkbrücke haben sich verzogen und müssen begradigt oder ausgetauscht werden. An anderen haben sich Niete unter dem Strahlgerät buchstäblich in Staub aufgelöst. „Ob man das so lassen kann oder ob der Niet durch eine Schraube ersetzt wird, müssen wir im jeweiligen Einzelfall prüfen – auch das ist ein Grund für die lange Bauzeit“, sagt Koettnitz. Denn frühestens zum Jahreswechsel, eher im März 2020 können Fußgänger und Radfahrer die Brücke wieder nutzen, sind bis dahin auf eine Behelfsbrücke angewiesen. Bis zum Sommer 2020 sollen im Anschluss noch Arbeiten stattfinden, die den Verkehr auf der Brücke nicht weiter stören. So müssen etwa die Kammerwände, also die Rückwände der Widerlager, neu gebaut werden. Sind die Stahl- und Schweißarbeiten fertig, wird ein Rostschutz in vier Lagen aufgetragen. Farblich soll das Ergebnis wie das Stahlfachwerk der benachbarten Gleisbrücke aussehen, die bereits vor etwa zehn Jahren saniert wurde. Dann wechseln die Gerüste und damit auch die dicke Verhüllung auf die noch nicht sanierte Brückenhälfte, wo die Arbeiten von Neuem beginnen.

Dabei werden auch die alten Buckelbleche aufgearbeitet, die den Brückenboden bilden. Das sind gebogene Stahlplatten mit einem Loch in der Mitte, durch die das Wasser ablaufen kann. Früher wurden sie mit Füllschichten bedeckt, auf dem eine Asphaltschicht kam. Eine Bauweise, die heute nicht mehr üblich ist, weshalb man diese Platten eigentlich abbauen wollte. Weil der Denkmalschutz den Erhalt am Technischen Denkmal forderte, werden sie instand gesetzt. Später wird eine Stahlplatte draufgelegt, auf die Asphalt für die künftige Geh- und Radbahn kommt. Autos werden dort künftig nicht mehr fahren, für den Hafenbetrieb wird die Brücke nicht mehr benötigt. Weil das sogenannte kleine Blaue Wunder aber für den Elberadweg auf Altstädter Seite von Bedeutung ist, hat die Stadt die Brücke übernommen. Wegen der geringen Verkehrsbelastung geht Amtsleiter Koettnitz davon aus, dass der Stahlbau nach Sanierung wenigstens noch 70 Jahre hält. Links und rechts von der Geh- und Fahrbahn auf der Brücke wird ein 1,30 Meter hohes Geländer installiert. Es folgen ein Spalt, der die Buckelbleche sichtbar macht und die Außengerüste, die zum denkmalgeschützten Brückenbau gehören. Diese Konstruktionsweise dürfte der ohnehin markanten Brücke einen ganz eigenen Charakter geben. Sie bleibt ein besonderer Anblick, auch wenn die letzten Hüllen gefallen sind.Von UweHofmann

Zurück

von F. Holert

Königlicher Böttger-Bestand bald online zu bestaunen

Er hat Sachsens Herrscher Gold versprochen und mit Porzellan erfreut. Im 300. Todesjahr des Alchimisten Johann Friedrich Böttger kommt der königliche Bestand an dessen Schöpfungen groß raus – und zwar ganz digital.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Am Alberthafen liegt Dresdens sauberste Baustelle

Seit vergangenem Spätsommer wird die alte Stahlfachwerkbrücke am Alberthafen saniert. Das geschieht unter dicken, luftdicht verklebten Plastikplanen. Der Grund dafür ist einfach.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Sunfire-Chef Aldig: „Jumbojet wird nicht mit Batterien fliegen“

Der Geschäftsführer des Dresdner Energieunternehmens „Sunfire“ fordert mehr Unterstützung für synthetische Kraftstoffe. Wenn man Wasserstoff und E-Fuels die gleiche Chance geben würde wie batterieelektrischer Mobilität, könnte man den Kohlendioxid-Ausstoß gerade im Transportsektor erheblich minimieren.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

„Welt-Kopftuch-Tag“: Nicht alle fühlen sich frei im Hidschab

„Frei im Hidschab“ – so lautet der Slogan vom „Welt-Kopftuch-Tag“. Jahr für Jahr sorgt der Slogan für eine globale Debatte. Im Fokus steht die Frage: Fühlen sich wirklich alle frei im Kopftuch?dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Blitzerbilanz 2018 – Sünder zahlen zehn Millionen

Sünder haben die Dresdner Stadtkasse 2018 mit zehn Millionen Euro gefüttert. Das Ordnungsamt hat zwar weniger Anzeigen zu Ordnungswidrigkeiten bearbeitet, aber mehr Geld als 2017 eingenommen. Ein neuer Blitzer war besonders eifrig bei der Sache.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Das zweckentfremdete Asylbewerberheim

30,47 Millionen Euro hat die neue Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung mit 700 Plätzen am Hammerweg gekostet. Asylbewerber werden dort aber nicht untergebracht. Die Kantine wird als Hochsicherheitsgerichtssaal genutzt. Und das noch für längere Zeit.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Bei Dental Kosmetik Dresden droht Streik

Beim Putzi-Hersteller Dental Kosmetik in Dresden kämpfen die Mitarbeiter um höhere Löhne. Das vor 111 Jahren gegründete Unternehmen war im Jahr 2000 aus dem Tarifverband ausgestiegen. Bei den derzeitigen Verhandlungen über einen Haustarif stehen die Zeichen auf Streik.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Mehr Touristen kommen nach Sachsen

Das Bundesland wird immer beliebter. Wie Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen, kamen in den ersten neun Monaten deutlich mehr Menschen nach Sachsen. Das lag aber vor allem an zwei Städten.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Hier öffnet am Wochenende der erste Weihnachtsmarkt

Auf dem Barockschloss Hermsdorf bei Dresden öffnet der vermutlich früheste Weihnachtsmarkt in Sachsen statt. Dahinter steckt kein übertriebener Ehrgeiz im Weihnachtsgeschäft – sondern ein besonderes Konzept, das die Veranstaltung für die ganze Familie zu einem echten Geheimtipp macht.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Über 200 neue Bäume für Dresden

Frische Bäume braucht die Stadt - In den kommenden Monaten werden 229 neue Bäume in Dresden gepflanzt. Etwa ein Fünftel der Neuzugänge entfällt auf eine Straße.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Montage für „eHighway“ startet

Die Bauarbeiten für den Feldversuch „eHighway Schleswig-Holstein“ an der Autobahn A1 beginnen am nächsten Montag (22. Oktober 2018). Schleswig-Holstein ist nach Hessen das zweite Bundesland, das eine Teststrecke für Elektro-Lastwagen erhält.KN

Weiterlesen …

von F. Holert

großer Silberschatz aus dem Dreißigjährigen Krieg

Der älteste Taler aus Lauenstein wurde 1460 geprägt, die jüngsten Groschen datieren von 1631.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Diskussion um den Neubau eines Verwaltungszentrums in Dresden

Die Diskussion um den Neubau eines Verwaltungszentrums in Dresden spitzt sich zu: Kritik gibt es am Preis für den Erwerb eines Grundstücks für den Rathaus-Komplex – und generell an dem millionenschweren Projekt.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Wie Dresdens Straßen im Sommer gelitten haben

Der Sommer hat auch auf Dresdens Straßen seine Folgen hinterlassen. Die Stadt bilanziert jetzt die Schäden durch die Sommerhitze.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Spinnen-Alarm in London: Schon vier Schulen haben dicht gemacht

Eine Spinnenart verbreitet derzeit Panik an Londoner Schulen: Bereits vier Gebäude wurden geschlossen, weil dort die sogenannte „Falsche Witwe“ entdeckt wurde.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Ein Toter bei Brand in Prohliser Hochhaus

Am Freitag kurz vor Mitternacht ist in einem Hochhaus an der Prohliser Allee ein Feuer ausgebrochen. Der Brand in einer Wohnung in der 13. Etage konnte zwar zügig gelöscht werden. Dennoch ist ein Toter zu beklagen.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

„Lebenslange Vollausstattung“: Zu viel Geld für frühere Bundespräsidenten?

Es gebe einen Automatismus „lebenslanger Vollausstattung“: Der Rechnungshof kritisiert einem Bericht zufolge die Zahlungen an Alt-Bundespräsidenten – und fordert Konsequenzen.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Frank Richter gewinnt ersten Wahlgang in Meißen

Der ehemalige Mitgründer der „Gruppe der 20“ und Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter hat den ersten Durchgang der OB-Wahl in Meißen gewonnen. Amtsinhaber Olaf Raschke landete auf Platz 2. In 14 Tagen gibt es einen 2. Wahlgang.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

„Erbarmungslose Jagd“: Wilderer töteten in Botsuana fast 90 Elefanten

Sie hatten es wegen der großen Stoßzähne vor allem auf ältere männliche Tiere abgesehen: Fast 90 Elefanten töteten Wilderer im afrikanischen Botsuana getötet – um das Elfenbein anschließend teuer zu verkaufen.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Terence Hill: „Ich bin ein Sachse“

Der italienische Schauspieler Terence Hill war bei der Deutschlandpremiere seines Films "Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück" am Dresdner Elbufer und hat sich dabei an seine Kindheit in Sachsen zurück erinnert.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Zollfahnder sprengen Crystal-Drogenring in Dresden

Dresdner Zollfahnder haben einen Drogenring gesprengt, der im großen Stil Crystal in der sächsischen Landeshauptstadt gehandelt hat. Drei Tatverdächtige sitzen nun in Haft, mehr als 400 Gramm Crystal mit mehr als 22 000 Euro Straßenverkaufswert kamen in die Asservatenkammer.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

“Tante Ju“-Flüge über Dresden werden fortgesetzt

Am vergangenen Wochenende stürzte eine „Tante Ju“-Maschine in den Schweizer Alpen ab. Dass derzeit keine dieser Flugzeuge über Dresden zu sehen sind, habe aber nichts damit zu tun, sagt die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Hitze in Deutschland - Millionen junge Bäume bedroht

Nicht nur Wiesen und Felder leiden unter der anhaltenden Trockenheit, auch Bäume werden geschädigt. "Dieser Sommer hinterlässt Spuren", warnen Waldbesitzer. Laut Wettermodell könnte es trocken bleiben.tagesschau

Weiterlesen …

von F. Holert

Albertbrücke - Bauleute müssen noch einmal ran

In nächsten Monaten werden Arbeiter nun auch die Unterseite der Brücke auf Vordermann bringen. Dabei greifen die Fachleute teils auf sehr spezielle Technik zurück. Läuft alles nach Plan, könnte die gesamte Sanierung dann bis Mitte 2019 abgeschlossen sein.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Arbeiten sie wirklich zu viel ?

Sie bereiten den Unterricht vor, korrigieren Klausuren, organisieren Elternabende. Darüber klagen viele Lehrer. Eine Studie untersucht, wofür sie ihre Zeit aufwenden.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

11.000-Euro-Strafe für deutschen Touristen nach SMS

Diese SMS war teuer: In Neuseeland wollte sich ein 21-jähriger Work-and-Travel-Tourist aus Deutschland an seinem Ex-Boss rächen. Jetzt verpfänden seine Eltern ihr Haus – um die Strafe dafür zu bezahlen.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Wirbel um Frank Richters Bewerbungsunterlagen

Der Wahlausschuss in Meißen hat erst fünf Wochen nach Einreichung der Bewerbungsunterlagen bemerkt, dass ein Formular fehlt.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Video zeigt Raketen-Unfall auf deutschem Militärschiff

Meterhohe Flammen, Wrackteile, die ins Meer stürzen: Auf der Fregatte „Sachsen“ der Deutschen Marine hat es bei einer Übung vor der Küste Norwegens einen schweren Unfall gegeben. Ein Video, das in sozialen Netzwerken verbreitet wird, zeigt das ganze Ausmaß des Zwischenfalls.dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

Wirbel um neues Krankenhaus-Siegel: Dresdner Uniklinikum fällt durch

Zu wenig Punkte für eine Auszeichnung: Das Dresdner Uniklinikum ist bei einem neuen Qualitätssiegel für Krankenhäuser des F.A.Z.-Instituts und Faktenkontor durchgefallen. Die anderen vier Dresdner Kliniken schnitten hingegen gut ab. Woran liegt das?dnn

Weiterlesen …

von F. Holert

In Dresden beginnt die Radrevolution

Mit Smartphone-Daten von Radfahrern wollen TU-Wissenschafter erforschen, welche Wege Radler in Dresden zurücklegen. Geplant ist eine Art großer Feldversuch, der ans Stadtradeln gekoppelt ist. Am Montag ist Auftakt.dnn

Weiterlesen …