Freistaat fördert Sanierung der 39. Grundschule mit 10 Millionen Euro

von F. Holert

Die Erstklässler sind noch etwas schüchtern, doch dann kann ihnen Kultusministerin Brunhild Kurth doch eine klare Antwort entlocken: „Ja“, schallt es ihr aus den Kehlen der kleinen Delegation aus der ersten Klassenstufe entgegen. Natürlich wollen sie ein schönes neues Schulgebäude haben. Ihren Start in den Schulalltag erleben sie an einem Auslagerungsstandort. Die 39. Grundschule ist derzeit auf der Cämmerswalder Straße angesiedelt. Bis Mitte nächsten Jahres soll ihr Domizil auf der Schleiermacherstraße saniert sein. Die Ministerin hat dafür viel Geld im Gepäck. „10 159 432 Euro“ buchstabiert die CDU-Politikerin mit den Knirpsen die große Zahl auf dem Förderbescheid. Und weil es bei Sachsens Finanzminister immer ganz korrekt zugehe, dürften natürlich auch die 53 Cent nicht fehlen. Insgesamt kalkuliert Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) mit Kosten von 15 Millionen Euro. „Es wird eine komplett neue Schule“, verspricht er den Kindern.

Das Schulgebäude aus dem Jahr 1896 (Haus A) ist denkmalgeschützt und wird saniert. Das Gebäude der ehemaligen Außenstelle des Gymnasiums Dresden-Plauen (Haus B) sowie der Verbindungsbau (Haus C), in dem die Sanitäranlagen und die Heizungsanlage untergebracht waren, sind bereits abgerissen worden. Für das Haus B entsteht ein Ersatzneubau unter anderem mit einem kombinierten Speise- und Mehrzweckraum, Räumen für Ganztagsprojekte (Früh- und Späthort) und einem Atrium. Historisches Schulgebäude und Ersatzneubau erhalten einen „filigranen Verbindungsbau“, heißt es bei der Stadt. Damit können ab Sommer 2018 jeweils vier Klassen pro Klassenstufe an der 39. Grundschule lernen. Derzeit läuft die Schule noch zweizügig. Auch für die bereits abgerissene Sporthalle gibt es einen Neubau. Er wird mit Sportebene und Funktionsräumen so ins Erdreich eingelassen, dass nur das Oberteil der Halle dezent aus dem Gelände herausragt. Schließlich stehen auch neue Außenanlagen mit Sportfreiflächen, grünem Klassenzimmer, Schulgarten, Pausenhof und Stellplätzen auf dem Plan. Das Geld kommt aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“, das von Bund, Land und Kommunen gespeist wird. Was wünschen sich die Schüler denn so für das neue Gebäude, will Ministerin Kurth wissen. Den Kleinen, die gerade erst begreifen, was Schule ist, fällt nicht so schnell etwas ein. Schließlich nimmt ein Junge allen Mut zusammen: „Nette Lehrer“, sagt er und hat die Lacher auf seiner Seite. „Die habt ihr doch“, ist sich die Regierungsvertreterin sicher und dankt den Pädagogen für ihren Einsatz, der Sachsen mit seinem Schulsystem beim Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wieder auf Platz 1 gebracht habe, vor Bayern und Baden-Württemberg. „Die bauliche Hülle ist das Eine, die Menschen, die darin arbeiten, sind das Andere“, sage sie immer am Kabinettstisch.Ingolf Pleil

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von F. Holert

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