Sterben ist in Dresden vergleichsweise günstig

von F. Holert

Nach Berechnungen des Vereins „Aeternitas e.V.“ sind Erdreihengräber auf Dresdens Friedhöfen im Bundesdurchschnitt günstig. In Köln kostet eine Sargbestattung rund 2 700 Euro, in Chemnitz, der Stadt mit den geringsten Friedhofgebühren, kostet ein Erdreihengrab hingegen nur durchschnittlich 900 Euro für 20 Jahre. Noch deutlicher werden die Unterschiede bei Urnengräbern: Während die Urnenbestattung in Köln mit rund 2 500 Euro zu Buche schlägt, kostet die Beisetzung der Asche in Dresden nur rund 780 Euro, am günstigsten ist ein Urnengrab mit durchschnittlich rund 400 Euro in Frankfurt Oder. „Die anonyme Bestattung im Friedwald liegt im Trend“, weiß Lara Schink vom Verband der Dresdner Annenfriedhöfe. Vielleicht auch weil die Baumbestattung in der Landeshauptstadt mit nur rund 970 Euro die günstigste in Deutschland ist. Wie die Preise für die letzte Ruhe in einem Friedwald zu Stande kommen, lässt sich nur schwer erklären, denn im nicht weit entfernten Leipzig sind Urnengräber unter einem Baum am teuersten. Rund 3 400 Euro müssen Leipziger dafür ausgeben. Um jedem Bürger eine würdevolle Bestattung zu ermöglichen, springt das Sozialamt ein, wenn sich Angehörige die Beerdigung nicht leisten können und das Erbe des Verstorbenen für die Kosten nicht ausreicht. Im Jahr 2015 ist die Stadt für 263 Beisetzungen aufgekommen und hat Sarg, Grab sowie die Kosten für die Kapelle oder Andachtsraum übernommen. Im letzten Jahr sind die Fälle der sogenannten Sozialbestattungen auf rund 194 zurückgegangen.

St.Pauli Friedhof hat bereits geschlossen

Nicht nur durch den Trend zu anonymen Waldbestattungen haben es die vielen kleinen Friedhöfe in Dresden schwer, mittlerweile nutzen auch vielen Dresdner sogenannte „Sammelgräber“, bei denen mehrere Personen in einem Grab beerdigt werden. „Die neue große Bescheidenheit“, wie es der Sprecher des evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes, Matthias Oelke, ausdrückt. Zum 1. Januar 2016 musste der St. Pauli Friedhof in der Neustadt, als erster Friedhof komplett zumachen. Seitdem können dort nur noch enge Verwandte bereits Beerdigter beigesetzt werden. Da die Mindestliegedauer für Gräber 20 Jahre beträgt, liegen Pläne für ein neues Nutzungskonzept des Friedhochs noch in weiter Ferne. Auch der Alte Annenfriedhof in der Südvorstadt hat bereits zwei teilgeschlossene Abteilungen, „beim Neuen Annenfriedhof in Löbtau sind es sogar deutlich mehr“, erzählt Schink. Der Sprecher der Landeskirche beschreibt die Situation als“angespannt“. Teilschließungen und die Abtrennung von nicht mehr benötigten Flächen sind für die Dresdner Friedhöfe der Kirchgemeinden verstärkt im Gespräch. Viele Friedhofsflächen werden nicht mehr benötigt, da „aktuell ein Umdenken in der Beerdigungskultur stattfindet“, sagt Oelke. Das Leben in der Stadt wird anonymer und auch für die letzte Ruhestätte wird häufiger ein Urnengrab oder eine anonyme Wiesenbestattung gewählt, die deutlich platzsparender ist, als ein Körpergrab. Oelke kritisiert zudem die „inflationäre Entstehung von Friedwäldern durch wirtschaftlich orientierte Unternehmen“, die auf Gewinn bedacht sind und nicht, wie die Kirchen Gemeinwohl orientiert handeln. Auswirkungen des neuen Friedwalds in Coswig auf die Auslastung der Friedhöfe in der Landeshauptstadt lassen sich allerdings noch nicht feststellen.

Dresden ist friedhofstechnisch ein „Sonderfall“

Dresden hat anders als andere Großstädte, wie zum Beispiel Hamburg, viele kleine Friedhöfe. Dazu gehören Heide- und Nordfriedhof sowie der Urnenhain Tolkewitz und der Friedhof Dölzschen als städtische Ruhestätten. Zudem betreiben die verschiedenen kirchlichen Gemeinden über 50 Fried- und Kirchhöfe. Sachsenweit sind es allein über 1 200 evangelisch-lutherische Friedhöfe. „Früher waren Gräber um die Kirchen herum üblich, auch die Frauenkirche im Zentrum hatte einen sogenannten Kirchhof“, sagt Oelke. Um die Jahrhundertwende wurden allerdings in vielen Städten die kleinen Friedhöfe zu großen Zentralfriedhöfen zusammengefasst, um Platz zu sparen. „Da ist Dresden ein Sonderfall“, erklärt der Sprecher der Landeskirche, „denn die vielen Gemeinden wehrten sich gegen eine Zusammenlegung“. Heute liegt der Anteil der früher üblichen Sargbestattungen auf einigen Friedhöfen nur noch bei rund 10 Prozent, „allerdings stellen wir fest, dass sich viele junge Familien wieder auf ihre Wurzeln besinnen wollen und dadurch das Interesse an Familiengräbern, als gemeinsamer Anlaufpunkt geografisch verstreuter Familienmitglieder, wieder steigt“, spricht Schink aus ihrer persönlichen Erfahrung auf den Annenfriedhöfen. „Unsere große Herausforderung liegt in den immer individuelleren Bestattungswünschen“, sagt Oelke. Da muss der Friedhof als Mittler eintreten, um möglichst allen Wünschen gerecht werden zu können. „Der eine möchte ein schrilles Denkmal, die Angehörigen des Nachbargrabes fühlen sich dadurch dann vielleicht gestört“.Tomke Giedigkeit

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