Yahoo könnte sich vom Internetgeschäft verabschieden

von F. Holert

YAHOO IN DER KRISE

Unter anderem ist im Gespräch, das Internetgeschäft rund um dieSuchmaschinen- und Display-Anzeigen zu verkaufen. Dieses brachte in den vergangenen Jahren nicht mehr diegewünschten Erfolge und Ergebnisse ein. Ein weiterer Punkt ist die eventuelle Abspaltung der rund 30 Milliarden Dollar schweren Anteile am chinesischen Internethändler Alibaba. Es könnte auch zu beidem kommen. Die umstrittene Geschäftsführerin Marisa Meyer leitet Yahoo seit über drei Jahren und konnte es in dieser Zeit nicht schaffen, dem krisengeschüttelten Unternehmen wieder zum Erfolg zu verhelfen. Im Gegenteil. Die Aktie verlor in diesem Jahr sogar weitere 33 Prozent an Wert. Daneben wird zudem mit einem geringeren Jahresumsatz als noch 2014 gerechnet. Yahoo befindet sich in einer Krise, aus der Marisa Meyer das Unternehmen offenbar nicht mehr herausführen kann. Daher gibt es bereits Spekulationen darüber, dass schon Ersatz für die Geschäftsführerin gesucht wird. Meyer selbst erklärte immer wieder, dass es Zeit brauche, bis man wieder auf die Erfolgsschiene kommen würde, doch die Investoren wollen ihr diese Zeit offenbar nicht mehr geben. Hinzu kommt, dass in jüngster Zeit mehrere hochrangige Manager das Unternehmen verlassen haben, was den Druck auf die Geschäftsführerin zusätzlich erhöht. Meyers Plan, den Alibaba-Anteil in ein separates Unternehmen auszugliedern, steht ebenfalls vor dem Aus, nachdem die amerikanische Steuerbehörde durchblicken ließ, dies nicht zu genehmigen. Es ist nun also durchaus denkbar, dass Marisa Meyer ihren Platz für einen Nachfolger räumen muss und man statt der Alibaba-Anteile das Kerngeschäft des Unternehmens abspaltet, um den Erlös dazu zu nutzen, ihn an die Aktionäre auszuschütten. Mehr wird man aber wohl erst Ende der Wocheerfahren. /G.ab

Mark Zuckerberg erschüttert deutsche Feindbilder

Warum weckt Reichtum und Großzügigkeit in Deutschland zumeist niedere Reflexe? Wir könnten vom in Amerika üblichen Mäzenatentum viel lernen. Wenn uns nicht Gift, Galle und Neid im Wege stünden. Sozialneid spielt mit naheliegenden Affekten. Wenn der Reiche, der Dicke, Böse, Protzende ist wie bei George Grosz oder im Vorabendkrimi der Öffentlich-Rechtlichen, kann man im egalitären Deutschland mit jeder Menge La-Olas rechnen. Monströser Reichtum wird in Deutschland derart fatal bewertet, dass sich die Superreichen hier verstecken. In Amerika ist das anders, und nun sind diese zum Feindbild prädestinierten Multi-Milliardäre die Avantgarde einer exzessiven Philanthrophie, die mit ihrer Großzügigkeit die Welt beeindruckt. Nur in Deutschland nicht so recht. Das konnte gerade studiert werden, als der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verkündete, 99 Prozent seines Aktienvermögens in eine gemeinnützige Stiftung einfließen zu lassen. Warum? Weil er gerade Vater geworden war und einer Tochter eine bessere Welt hinterlassen will, als jene, die er vorgefunden hat. Täuschungsmanöver?  Zuvor hatten schon Bill Gates und Warren Buffet (um nur einige zu nennen) Spenden in Entwicklungshilfe und Forschung gesteckt, die zusammen den Sozialhaushalt eines kleinen europäischen Landes ausmachen. Also: ein Grund zum Jubeln? Nein. Die sozialen Netzwerke, oft die digitale Variante des Stammtischs, waren hierzulande voller Spott. Die hypermoralischen Eckensteher verdeutlichten, wie ungnädig sie mit Superkapitalisten umgehen, die ihnen ihre Feindbilder klauen. Das seien alles Täuschungsmanöver, der sei ja immer reich, das seien ja nur die Aktien, was für eine Show: die verantwortungsarmen Gesinnungsethiker nutzten jeden Vorwand, um diese wundervolle Geste der spendenden Hand zu denunzieren. Die Gates-Stiftung zeigt, wie effektiv Stiftungen agieren, wenn sie von erfolgssüchtigem Superreichen gesteuert werden. In Deutschland lernt jeder Fernsehstar, Chefredakteur oder Unternehmer, der Flüchtlinge aufnimmt und sich engagiert, dass ihm dafür nichts gut geschrieben wird – es bleibt bei Gift, Galle und Neid. Die Hyperphilantrophie muss so ein amerikanisches Phänomen bleiben. Viele deutsche Meinungsmacher hassen Reichtum und vergeben es Menschen nicht, wenn diese erfolgreicher sind als sie selbst. Es ist ein wenig traurig. (dW)

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Ein Toter und viele Verletzte bei Chemieunfall in Decin

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Dynamo Dresden gegen den 1. FC Kaiserslautern

Die Efl von Trainer Uwe Neuhaus hat es geschafft: Dynamo Dresden hat den 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg mit einem 1:0 geschlagen. Erich Berko traf in der 79. Minute und brachte damit den Dresdnern den Sieg ein. Mit den drei Punkten aus dieser Partie klettert Dynamo auf Platz 11 der Tabelle der 2. Bundesliga.dnn

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